LWL / Glasfaser Glossar

Add-Drop-Multiplexer
Passives Fiberoptic WDM Bauteil welches zum Ein- und Auskoppeln von definierten Wellenlängen dient
ADSL
Asymmetric Digital Subscriber Line - zur Zeit die häufigste Anschlusstechnik für digitale Breitbandübertragung von Internetinhalt für Endkunden
Anschlussfaser
Kurzes Stück eines Lichtwellenleiters mit einem Stecker zur Kopplung optischer Bauelemente (z.B. einer Laserdiode). Es ist meist fest mit dem Bauteil verbunden
 
APC-Stecker
Angled Physical Contact - Stecker mit sehr hoher Reflexionsdämpfung, die durch physikalischen Kontakt in Kombination mit Schrägschliff (meist 8°) gewährleistet wird
 
Bandbreite des Lichtwellenleiters
Die Frequenz, bei welcher der Betrag der Übertragungsfunktion (bezogen auf die Lichtleistung) eines Lichtwellenleiters auf die Hälfte seines Wertes abgefallen ist
 
Bandbreite des optischen Verstärkers
Spektraler Bereich, der optisch verstärkt wird (meist bezogen auf einen 3-dB Abfall)
 
Backbone
Backbone (engl. für Rückgrat, Hauptstrang, Basisnetz) bezeichnet einen verbindenden Kernbereich eines Telekommunikationsnetzes mit sehr hohen Datenübertragungsraten, der meist aus einem Glasfasernetz sowie satellitengestützten Kommunikationselementen besteht
 
BEP
Bulding-Entry-Point - Gebäude-Eingangs-Punt (vom Provider) bei FTTH-Anlagen
 
Bidirektional
Ausbreitung von optischen Signalen in entgegengesetzten Richtungen über einen gemeinsamen Lichtwellenleiter
 
Biegeradius
Minimaler Krümmungsradius, um den eine Faser gebogen werden kann, ohne einen bestimmten festgelegten Dämpfungswert zu überschreiten
 
Bit
Grundeinheit für die Information in digitalen Übertragungssystemen. Das Bit ist gleichbedeutend mit der Entscheidung zwischen zwei Zuständen 1 bzw. 0. Bits werden durch Impulse dargestellt. Eine Gruppe von acht Bits entspricht einem Byte
 
Brandlast
Unter Brandlast versteht man die Wärme, die bei der Verbrennung des Kabels entsteht. Diese Verbrennungswärme wird in kWh/m oder in MJ/m angegeben
 
Brechzahl, Brechungsindex
Verhältnis von Vakuum-Lichtgeschwindigkeit zur Ausbreitungsgeschwindigkeit in dem betreffenden Medium. Die Brechzahl hängt vom Material und der Wellenlänge ab
 
Chromatische Dispersion
Impulsverbreiterung im Lichtwellenleiter, der durch die unterschiedlichen Ausbreitungsgeschwindigkeiten der einzelnen Wellenlängenanteile hervorgerufen wird. Ist die dominierende Dispersionart im Singlemode-Lichtwellenleiter und setzt sich aus Material- und Wellenleiterdispersion zusammen
 
CATV
Ist eine Abkürzung für Kabelfernsehen und bedeutet „Community Antenna Television“
 
Cladding
Optisch transparentes Material, das um den Kern eines Lichtwellenleiters aufgetragen wird. Die Faserumantelung (125um), hält das Licht im Kern. Das Mantelglas umgibt das Kernglas, durch das der Lichtstrahl in einem Lichtwellenleiter geleitet wird
 
CWDM
Coarse Wavelength Multiplexing - ein Wellenlängenmultiplexing-System, bei dem viele verschiedene nebeneinander liegende Wellenlängen eines Wellenlängenbereichs verwendet werden. Kommerzielle CWDM-Systeme arbeiten mit 16 Wellenlängen mit 20nm Kanalabstand
 
Dark Fibre
Ist eine LWL-Leitung, die unbeschaltet verkauft oder vermietet wird. Der Lichtwellenleiter ist dabei zwischen zwei Standorten Punkt zu Punkt durchgespleißt
 
Dämpfung
Verminderung der optischen Signalleistung im Lichtwellenleiter durch Streuung, Absorption, Modenkonversion oder an einer Koppelstelle (Stecker, Spleiss). Die Dämpfung ist eine dimensionslose Grösse und wird meist in Dezibel angegeben
 
DIN
Deutsche Industrienorm
 
Dispersion
Streuung der Gruppenlaufzeit in einem Lichtwellenleiter. Infolge der Dispersion erfahren die Lichtimpulse eine zeitliche Verbreiterung und begrenzen dadurch die Bitrate bzw. die Streckenlänge
 
DWDM
Dense-Wavelength-Division-Multiplexing - ein Wellenlängenmultiplexing-System, bei dem viele verschiedene nebeneinander liegende Wellenlängen eines Wellenlängenbereichs verwendet werden. Der Frequenzbereich der Wellenlängen liegt üblicherweise im C- oder L-Band bei einem Frequenzabstand von 0,4 nm (50 GHz) bis 1,6 nm (200 GHz). Hierdurch erhält man Datenübertragungsraten um 10–100 Gbit/s pro Kanal bei bis zu 80 Kanälen. Durch Kombination des C- und L-Bandes sind bis zu 160 Kanäle möglich
 
EasyCONNECT MTP/MPO-Multifiber-System von Connect Com AG bietet ein optimales Mass an Flexibilität und Investitionsschutz für heutige und zukünftige Anforderungen im Rechenzentrum
 
Einfügedämpfung
Verlust an Leistung, der sich durch das Einfügen einer Komponente in den ursprünglich kontinuierlichen Pfad ergibt
 
EN
Europäische Norm
 
Empfänger (Receiver)
Modul zur Umwandlung optischer Signale in elektrische in der optischen Übermittlungstechnik. Das Modul besteht aus einer Empfangsdiode mit LWL-Kopplungsmöglichkeit, einem rauscharmen Verstärker und elektronischen Schaltungen zur Signalaufbereitung
 
Ethernet
Ethernet für Datenübertragung von 10Mb/s. Das am häufigsten verwendete Übertragungsprotokoll in Gebäudeverkabelungs-Netzwerken
 
Faser (Fibre)
Aus dem englischen Sprachraum übernommene Bezeichnung für den runden Lichtwellenleiter
 
Faserbändchen             (Ribbon Fiber)
Mehrere, mit Primärbeschichtung verbundene Fasern, die ähnlich dem Flachbandkabel über eine zusätzliche Sekundärbeschichtung zusammengehalten sind
 
Ferrule
Führungsstift bei Lichtwellenleiter-Steckverbindern, in den der Lichtwellenleiter fixiert wird
 
FTTB
Fiber-To-The-Building - Netzwerkanbindung eines Gebäudes über Lichtwellenleiter
 
FTTD
Fiber-To-The-Desk - Strukturierte Gebäudeverkabelung (LAN) mit Lichtwellenleiter bis zum Arbeitsplatz
 
Fiber-To-The-Home - Netzwerkzugang an einem Wohngebäude über Lichtwellenleiter
 
FTTLA
Fiber-To-The-Last-Amplifier - Glasfaser bis zum letzten Verstärker
 
FTTO
Fiber-To-The-Office - Glasfaser bis in den Büroraum
 
FTTS
Fiber-To-The-Street - Netzwerkzugang bis ins Wohngebiet (rund 200m vor Gebäude) über Lichtwellenleiter, der Rest wird mittels vorhandenen Kupferanschlüsse erschlossen
 
Geisterreflexionen (OTDR)
Störungen im Rückstreudiagramm infolge von Mehrfachreflexionen auf der Lichtwellenleiter-Strecke
 
Gradientenindex
Brechzahlprofil eines Lichtwellenleiters, das über der Querschnittsfläche des Lichtwellenleiter-Kerns stetig von innen nach aussen abnimmt
 
Hausübergabepunkt
Signalübergabestelle beim Hauseintritt ins Gebäude
 
HE
Eine Höheneinheit für Baugruppenträger, 1HE = 44.45mm
 
HRL-Stecker
Stecker mit sehr hoher Reflexionsdämpfung, die durch physikalischen Kontakt in Kombination mit Schrägschliff (meist 8°) gewährleistet wird
 
IEC
International Electrotechnical Commission
 
IEEE
Institute of Electrical and Electronics Engineers
 
ITU
International Telecommunication Union
 
IP
Internetprotokoll
 
Interferomter
Messgerät für 3-Dimensionale Ausmessung der Steckerendfläche
 
 
KEV
Kabelendverschluss zum Aufschalten von Lichtwellenleiterkabel
 
Kern
Zentraler Bereich eines Lichtwellenleiters, der zur Wellenlängenführung dient
 
Kern-Mantel-Exzentrizität
Parameter bei Lichtwellenleitern, der aussagt, wie weit die Mitte des Faserkerns von der Mitte der gesamten Faser abweicht
 
Koppler
Breitbandiges passives optisches Bauelement mit 1 oder 2 Eingängen und 2 Ausgängen zur Zusammenführung oder Verteilung von optischen Leistungen oder Wellenlängen. Ist in verschiedenen Leistungsverhältnissen verfügbar
 
LAN
Local-Area-Network - Lokales Netzwerk zur Datenübertragung zwischen unabhängigen Endgeräten
 
LSFH
Low smoke and free of halogen - Geringe Rauchentwicklung und halogenfrei. Diese Materialien sind üblicherweise flammhemmend und selbstverlöschend
 
Dielektrischer Wellenleiter, dessen Kern aus optisch transparentem Material geringer Dämpfung und dessen Mantel aus optisch transparentem Material mit niedrigerer Brechzahl als die des Kerns besteht. Er dient zur Übertragung von Signalen mit Hilfe elektromagnetischer Wellen im Bereich der optischen Frequenzen
 
Mantel (Cladding)
Das gesamte optische transparante Material eines Lichtwellenleiters, ausser dem Kern
 
Materialdispersion
Impulsverbreiterung durch die Wellenlängenabhängigkeit der Brechzahl. Das Licht des Senders, welches in den Lichtwellenleiter eingekoppelt wird, hat stets eine endliche spektrale Breite. Jeder Wellenlängenanteil entspricht einer anderen Brechzahl des Glases und damit auch einer anderen Ausbreitungsgeschwindigkeit. Materialdispersion ist im Multimode-Lichtwellenleiter meist vernachlässigbar
 
Modenfilter
Bauelement zur Realisierung einer angenäherten Modengleichgewichtsverteilung. Es bewirkt eine Abstrahlung der Moden höherer Ordnung
 
Multimode-Faser
Lichtwellenleiter, der gleichzeitig und ohne gegenseitige Signalstörung mehrere Lichtwege erlaubt
 
Multiplexer
Modul der optischen Datenübermittlung, der Signale aus verschiedenen Kanälen in einen gemeinsamen Kanal bündelt. Gegenstück zum Multiplexer ist der Demultiplexer. Es wird zwischen Zeitmultiplex- und Wellenlängenmultiplexverfahren unterschieden
 
Nachlauffaser
Hinter den zu messenden Lichtwellenleiter nachgeschaltener Lichtwellenleiter
 
Numerische Apertur
Der Sinus des Akzeptanzwinkels eines Lichtwellenleiters. Die numerische Apertur hängt von der Brechzahl des Kerns und des Mantels ab. Wichtiger Parameter zur Charakterisierung des Lichtwellenleiters
 
NZD Faser
Non-zero-Dispersion Shifted Fiber - Lichtwellenleiter mit kleinem, aber von Null verschiedenem Koeffizienten der chromatischen Dispersion im Wellenlängenbereich des 3. optischen Fensters. Dieser Lichtwellenleiter kommt in vielkanaligen (DWDM-) Systemen zum Einsatz und ist geeignet, den Effekt der Vierwellenmischung zu reduzieren
 
Optisches Glas
Mehrkomponenten Glas mit einem Siliziumdioxidgehalt von ca. 70% und Zusatzkomponenten wie Boroxid, Bleioxid, Kalziumoxid etc.
 
Optisches Dämpfungsglied
Bauelement, das die Intensität des Lichtes dämpft, welches das Bauelement passiert
 
OTO
Optical-Terminal-Outlet - LWL-Wandauslassdose bei FTTH-Installationen
 
PC-Stecker
Physical Contact - Spezifische LWL-Steckverbindung mit physikalischem Kontakt der Steckerfläche
 
Pigtail
Kurzes Stück eines Lichtwellenleiters mit einem Steckverbinder zur Kopplung optischer Bauelemente an die Übertragungsstrecke
 
Primärbeschichtung
Mantelmaterial mit einem Durchmesser von 250µm, das während des Ziehprozesses der Faser direkt auf das Glas aufgespritzt wird. Es besteht meist aus Acrylat oder Silikon
 
Quarzglas
Ein synthetisch hergestelltes Glas mit einem Siliziumoxid-Gehalt > 99%, Basismateial für den Glas-Lichtwellenleiter
 
Reflexion
Zurückwerfen von Strahlen (Wellen) an der Grenzfläche zwischen zwei Medien mit unterschiedlichen Brechzahlen, wobei der Einfallswinkel gleich dem Reflexionswinkel ist
 
Receiver
Receiver ist die Sammelbezeichnung für Empfänger aller Art. Nicht nur z.B. Rundfunk- oder Fernsehempfänger, sondern auch die Empfangsbaugruppen bei Telefon, Telex usw.
 
Rückflussdämpfung RL (Return Loss)
Verhältnis der einfallenden Lichtleistung zur rückfliessenden Lichtleistung (reflektiertes und gestreutes Licht), die durch eine bestimmte Länge eines Lichtwellenleiter-Abschnittes hervorgerufen wird (meist Angaben in Dezibel). Manchmal wird unter rückfliessender Lichtleistung nur das reflektierte Licht verstanden
 
SAN
Storage-Area-Networks - sind dedizierte Speichernetze
 
Sender (Transmitter)
In der optischen Nachrichtentechnik verwendetes Modul zur Umwandlung von elektronischen Signalen in optische. Das Modul besteht aus Senderdiode (Laserdiode oder Lumineszenzdiode), Verstärker und weiteren elektronischen Schaltungen. Bei Laserdioden ist zudem eine Monitorphotodiode mit Regelverstärker zur Überwachung und Stabilisierung der Strahlungsleistung erforderlich. Die Stabilisierung der Betriebstemperatur erfolgt dabei oft mit Hilfe eines Thermistors und einer Peltierkühlung
 
SFP
Small Form-factor Pluggable (auch Mini-GBIC genannt) sind kleine standardisierte Module für Netzwerkverbindungen
 
Singlemode-Faser
Lichtwellenleiter, in dem bei der Betriebswellenlänge nur eine einizige Mode, die Grundmode, ausbreitungsfähig ist
 
Spleiss
Permanente Verbindung zwischen Endflächen von zwei Lichtwellenleitern, erzielt durch Verschmelzung
 
Stufenprofil
Brechzahlprofil eines Lichtwellenleiters, das durch eine konstante Brechzahl innerhalb des Kerns und durch einen stufenförmigen Abfall an der Kern-Mantel-Grenze gekennzeichnet ist
 
TE
Teileinheit für die Breite von Modulen, 1TE = 5.08mm
 
Totalreflexion
Reflexion an der Grenzfläche zwischen einem optisch dichteren Medium und einem optisch dünnerem Medium, wobei sich das Licht im optisch dichteren Medium ausbreitet. Der Einfallswinkel auf die Grenzfläche muss grösser als der Grenzwinkel der Totalreflexion sein
 
Transceiver
Ein Transceiver, vom englisch Transmitter ‚Sender‘ und Receiver ‚Empfänger‘, ist eine Kombination von beidem
 
Transponder
Wellenlängenumwandler, der eine Wellenlängenumsetzung und eine 2R- oder 3R-Regeneration ermöglicht
 
Übersprechen
Crosstalk - Unerwünschte Signale in einem Nachrichtenkanal infolge Überkoppelung von anderen Kanälen
 
Unidirektional
Ausbreitung von optischen Signalen in gleicher Richtung über einen gemeinsamen Lichtwelleiter
 
VoIP
Voice over IP - Telefonieren über das Internetprotokoll
 
Vorlauffaser
Vor den zu messenden Lichtwellenleitern vorgeschalteter Lichtwellenleiter
 
Waterpeak
Anwachsen der Dämpfung des Lichtwellenleiters in der Umgebung der Wellenlänge 1383nm durch Verunreinigung des Glases mit Hydroxyl-Ionen
 
WAN
Wide Area Network - Weitverkehr-Netzwerk zur Datenübertragung (Fernübertragung)
 
WDM
Wavelength Division Multiplexing - Wellenlängenmultiplexing-System, bei dem viele verschiedene nebeneinander liegende Wellenlängen eines Wellenlängenbereichs verwendet und gleichzeitig in einer Faser übertragen werden
 
Wellenlänge
Rämliche Periode einer ebenen Welle, das heisst die Länge einer vollen Schwingung. In der optischen Nachrichtentechnik werden Wellenlängen im Bereich 650nm bis 1625nm verwendet. Geschwindigkeit des Lichtes (in dem jeweiligen Medium) dividiert durch die Frequenz
 
Wellenlängenmultiplex
Verfahren zur Erhöhung der Übertragungskapazität des Lichtwellenleiters durch gleichzeitige Übertragung verschiedener Lichtwellenlängen
 
 
 
ZWP
Zero-Water-Peak - verschwindender Wasserpeak
 
Zeitmultiplex
Multiplex-System, bei dem die Zeit auf einem Übertragungskanal der Reihe nach verschiedene Unterkanälen zugeteilt wird